Parteienstaat, Sicherheit, Heimat: Anmerkungen zur österreichischen Präsidentschaftswahl

Das Ergebnis der ersten Runde der österreichischen Präsidentschaftswahl war eine eindeutige Absage an die Große Koalition der ehemaligen Volksparteien SPÖ und ÖVP. Die Präsidentschaftskandidaten von SPÖ und ÖVP erhielten zusammen weniger Stimmen als der Wahlgewinner Norbert Hofer, der von der rechtspopulistischen FPÖ ins Rennen geschickt wurde. Vor dem Hintergrund dieses Wahlergebnisses haben viele Kommentatoren vom “Ende der Zweiten Republik” gesprochen — vom Ende eines politischen Systems, das von der Herrschaft der Volksparteien geprägt war. Wieso fehlt den Wählern heute das Vertrauen in die politische Mitte? Und woher rührt der Erfolg der FPÖ? Diese Fragen möchte ich versuchen im Folgenden zu beantworten.

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