Beiträge nach Autoren sortiert

Wissenschaftliche Politikberatung: Vortragsreihe

2. Februar 2012, eva

An der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften beginnt am 14. Februar eine Vortragsreihe zum Thema “Wissenschaftliche Politikberatung”. Die Akademie, selbst Zentrum oft politikrelevanter Expertise, hat bereits 2008 mit der Veröffentlichung eines entsprechenden Leitfadens eine Debatte zur Leistungsfähigkeit des wissenschaftlichen Rats an die Politik eröffnet. Die grundlegenden Fragen der Reihe schließen daran an: “Was also kann wissenschaftliche Politikberatung tatsächlich leisten? Was kann realistischerweise von ihr erwartet werden? Wann gelingt sie, und wann schlägt sie fehl?”. Veranstaltungsort ist stets der Einstein-Saal; hier das vollständige Programm: (weiterlesen…)

CfP: Foucault und die Ideengeschichte

31. Januar 2012, eva

Das Marburger Graduiertenzentrum für Geistes- und Sozialwissenschaften veranstaltet in diesem Jahr am 16. und 17. November eine Tagung zum Thema “Michel Foucault und die Ideengeschichte. Zur Archäologie der Wissensgeschichte” und sucht hierfür Beiträge. Exposés von maximal 1500 Zeichen sollten bis zum 30. April an ideenportal@uni-marburg.de geschickt werden; angesprochen fühlen dürfen sich DoktorandInnen und Postdocs aller Fächer. Alle weiteren Details finden sich auf dieser Website – und hier schon einmal die Programm- und Panelbeschreibung: (weiterlesen…)

Inszenierung als Beruf – „Guttenbergen“ und „Wulffen“ als neuer Politikstil?

17. Januar 2012, eva

In der Debatte um Fehlverhalten, Krisenmanagement und Wahrheitsbegriff unseres Bundespräsidenten erheben sich bekanntermaßen längst nicht alle Beiträge über das Niveau schaulustiger Empörung: Die Leistung von „Bild“ ist nicht die heroische Verteidigung der Pressefreiheit, sondern die Boulevardisierung auch gehobener deutscher Printmedien nach ihrem eigenen Vorbild. Nach den Gesetzen des Boulevardjournalismus, den in den letzten Wochen auch FAZ, SZ, etc. gefolgt sind, musste die investigative Erregung freilich sukzessive abflauen. Was am Ende trotz der oft oberflächlichen Medienempörung bleibt, ist nicht nur Wulff im Amt, sondern im besten Falle auch ein paar grundlegendere Überlegungen und Erkenntnisse zum Verhältnis von Person, Staatsamt und Medienöffentlichkeit, und zur Selbst- und Fremdinszenierung in der Politik. Ganz ähnlich verlief die Guttenberg-Skandaldramaturgie vor nicht einmal einem Jahr. (weiterlesen…)

DVPW-Tagung: Konstruktivismus in Duisburg

10. Januar 2012, eva

Für die Gründungstagung der jüngst ins Leben gerufenen und von Renate Martinsen geleiteten DVPW-Themengruppe “Konstruktivistische Theorien der Politik”  am 9. und 10. Februar in Duisburg ist nun das vollständige Programm erschienen, das Vorträge und eine Diskussion unter dem Titel “Spurensuche. Konstruktivistische Analyseansätze und Politische Theorie” versammelt.
Eine Anmeldung ist bis zum 2. Februar unter dieser Emailadresse erforderlich; Näheres zur Anfahrt, möglichen Hotels etc. findet sich hier.

Zum Selbstverständis der Themengruppe und Programmatik der Tagung verrät der Flyer Folgendes: (weiterlesen…)

Philosophie für alle! Neuigkeiten am Kiosk

18. November 2011, eva

Wird Denken vielleicht Mode? fragt ungläubig die SZ. Und in der Tat: Philosophieren scheint keine völlig elitäre Angelegenheit mehr zu sein, denn in der deutschsprachigen Medienlandschaft finden philosophische Themen und Köpfe zunehmend Raum und Aufmerksamkeit – eine durchaus erfreuliche Entwicklung. Als Symptom und potentielle Verstärker für diesen Trend gibt es seit dieser Woche zwei neue philosophische Zeitschriften, die die Philosophie aus dem Hörsaal in die Wohnzimmer bringen sollen, also durchaus für eine breitere Lesergruppe ohne Dr. phil. ausgelegt sind. Das monatlich erscheinende “Philosophie Magazin” und das halbjährliche “Hohe Luft” sind Denk-Hefte, die Alltagsthemen durchphilosophieren und philosophische Themen zu veralltäglichen versuchen – von der Frage über die tieferen Implikationen des Kinderkriegens über die Zulässigkeit des Lügens. Man darf gespannt sein, wie sich diese Projekte entwickeln, und wie sich die Magazine aus fachphilosophischer Sicht so lesen – darüber haben wir mit dem Chefredakteur des “Philosophie Magazin”, Wolfram Eilenberger, gesprochen: (weiterlesen…)

“Imperiale Legitimation und Integration” in Berlin

15. November 2011, eva

Noch mehr Imperiales: In der kommenden Woche, nämlich am 24. und 25. November, veranstaltet das Projekt “Imperiale Deutungsmuster” an der Humboldt-Universität eine Tagung zu Fragen und Strategien imperialer Legitimation. Alle Infos und das Programm finden sich hier. (weiterlesen…)

Call: Deliberative Demokratie bei der DVPW-Tagung 2012

3. November 2011, eva

Die Theoriesektion der DVPW veranstaltet beim 25.  Gesamtkongress in Tübingen (24.-28. September 2012) ein größeres Panel zum “Versprechen der deliberativen Demokratie”. Das allgemeinere Demokratie-Thema des Kongresses insgesamt soll im Theoriepanel auf  Ideengeschichte und Aussichten des Konzepts deliberativer Demokratie zugespitzt werden – hierfür gibt es nun den ausführlichen Call, der für interessierte Vortragende eine Reihe von Beitragsmöglichkeiten andeutet. Deadline für Vorschläge ist der 30. Januar 2012. Hier der vollständige Call: (weiterlesen…)

Lesenotiz: Neues von alten Imperien

31. Oktober 2011, eva

Kolonialen Strukturen und ihren Verwerfungen nähert sich die Politische Theorie und Ideengeschichte seit rund einem Jahrzehnt nicht nur von den Postcolonial Studies aus, sondern auch von Seiten der Imperientheorie.  Die Fragestellungen jener, von Historikern wie Politikwissenschaftlern unternommenen, Versuche der Theoriebildung sind dabei grundlegend andere als die der postkolonialen Ansätze: Makrostrukturen und -dynamiken imperialer Ordnungen, Herrschaftslogiken , Formen der Machtdurchsetzung und Gründe für den rise, decline and fall großer Reiche stehen im Vordergrund, verallgemeinernd gesprochen, genuin politikwissenschaftliche und nicht so sehr soziologische oder kulturgeschichtliche Fragestellungen.  Für Politiktheoretiker, die sich für die Verknüpfung von Geschichtsanalyse und Theoriebildung im Hinblick auf Imperien interessieren, gibt es nun mit „Empires in World History“ aus der Feder zweier US-Historiker eine neue Einführung in die Materie, die versucht, den Nutzen und die Plausibilität des Imperienkonzepts direkt anhand des geschichtlichen Gegenstands zu demonstrieren, und dabei trotz ihres Einführungscharakters (keine Fußnoten!) durchaus theoretisch auf der Höhe der Zeit ist. (weiterlesen…)

Niall Ferguson in Berlin

21. Oktober 2011, eva

Wer Niall Ferguson, den kontrovers-apologetischen Historiker des British Empire, Finanzkrisenanalysten und Superpowerbefürworter aus Harvard, live erleben möchte, hat hierzu am 28. Oktober in Berlin Gelegenheit. Ferguson, eingeladen von der American Academy (die übrigens immer wieder einmal interessante öffentliche Programme bietet), hält um 18 Uhr die Open Lecture an der ESMTüber sein neues Buch “Civilization. The West and the Rest” – ein Highlight für alle, die wissen möchten, was laut Ferguson die sechs “killer applications” des “Westens” sind.

Promotionsstipendien zu Politischer Kommunikation

11. Oktober 2011, eva

Das Internationale Graduiertenkolleg “Politische Kommunikation von der Antike bis ins 20. Jahrhundert” bietet fünf Promotionsstipendien über jeweils drei Jahre für Vorhaben im entsprechenden Themenbereich an. Beteiligt am Kolleg sind die Universitäten Bologna, Frankfurt/Main, Innsbruck, Pavia und Trient; neben dem eigentlichen Stipendium stehen auch Auslandszuschüsse für entsprechende Gastaufenthalte zur Verfügung.
Bewerbungsschluss ist der 11. Dezember 2011 – hier noch die vollständige Ausschreibung:

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